Author: didemaydurmus

5 Years After Gezi – 2: Longing for Justice and the Feeling of Unconditioned Solidarity

Has it been that long? I can still feel the excitement of hundreds of thousands of people shouting “Erdogan resign” in unison. Sometimes, I exaggerate, but this time I am not. I was there when we took back the park. I was one of the first ones to take the steps, while the last police buses cleared the scene. It was the most amazing moment of my life. Earlier in the narrow streets the size of the mob – us – was impossible to judge. We knew that all the streets to Taksim resembled each other with hundreds of people fighting with police to come closer and closer to the park – but when I stood on the steps, I saw THE people. Almost like water, we filled the park, the square and the surroundings. I cried tears of joy. If you have never been in such an event, you cannot understand the feeling of unconditioned solidarity. That summer, we all fought together. We were fierce and we stood together. I spent hours in people’s …

Ist Demokratie im Anthropozän legitim?

Der folgende Text ist der erste Teil eines Working Paper. Er wurde bei der Tagung des AK Umwelt der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft an der Universität Potsdam präsentiert. Wir freuen uns über kritische Diskussionen und Anregungen. Ist Demokratie im Anthropozän legitim? Bereits vor Jahrzehnten wiesen Wissenschaftler auf die Dringlichkeit von Nachhaltigkeit¹ und die Wichtigkeit von Ökosystemen als Fundament für alles Leben hin (e.g. Goodland und Daly 1996). Trotzdem ist es bisher nicht gelungen nachhaltig und damit zukunftsfähig zu sein. Im Gegenteil, die Ausbeutung von Ressourcen nimmt stetig zu. Der Schaden ist irreversibel und klimatische Veränderung sowie Umweltzerstörung werden immer tiefgreifendere Auswirkungen auf unser Leben haben. Die Politikwissenschaft kann diese Entwicklung nicht ignorieren, denn derartige Transformationen werden in der Zukunft wahrscheinlich eine zentrale Rolle einnehmen und damit alle Politikbereiche beeinflussen. Jede Regierung muss Verantwortung für die Umwelt übernehmen. Dieser Konferenzbeitrag beschäftigt sich mit einem Tabu. Er hinterfragt die Nachhaltigkeit von Demokratien – sowohl real als auch potentiell. Eine solche Analyse ist  zwar nicht wertfrei, aber nahezu neutral. Young weist drauf hin, dass Governance kein Zweck an …