Catcher on the Rhein, Deutsch
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Ausstellung macht auf Rechtsextremismus aufmerksam

Von Ida Buesch – Kleve, Deutschland

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Initiativen gegen Rechtsextremismus die auf der Ausstellung verfügbar waren. Foto von Ida Buesch

Gender and Diversity Studierende und der AWO Bezirksverband Kleve haben eine Besichtigung der Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Titel „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ organisiert.

Die Ausstellung im Oktober beinhaltete Workshops, Ausstellungstafeln und zwei Filmnächte. Die Tafeln stellten verschiedene Formen von Extremismus dar und versuchten dessen Bedrohung für die Demokratie zu verdeutlichen.

„Rechtsextremisten machen nur dann Schlagzeilen, wenn sie Gewalttaten begehen“, stand auf einer der 15 Ausstellungstafeln. „Aber diese Anschuldigungen sind nur die Spitze des Eisbergs. (…) Ein besonderes Anliegen der Ausstellung ist es zu zeigen wie man sich gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie wehren kann.“

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Überblick der Ausstellungstafeln. Foto von Ida Buesch

Die Ausstellung lieferte auch Argumente für den Umgang mit diskriminierenden Aussagen oder Verhalten in alltäglichen Situationen.

„Im Allgemeinen ist es von hoher Bedeutsamkeit für unsere Gesellschaft sich der Gefahr, die für unsere demokratischen Strukturen besteht, bewusst zu sein“, sagte AWO Mitarbeiterin Natalie Gutlinsbergen, die in die Planung der Ausstellung involviert war.

Redner*innen veranstalteten Stand Up’s für Demokratieworkshops. Die Workshops behandelten hauptsächlich rhetorisches Training. Sie versuchten Leuten zu helfen, Argumente gegen Extremismus und extremistische Parolen zu entwickeln.

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Beispiele von diskriminierenden Parolen. Foto von Ida Buesch

„Man reagiert auf eine Parole nicht mit einer anderen Parole,“ sagte Timothy Tasch, der einen Workshop veranstaltet hat. „Man reagiert darauf auch nicht mit Argumenten, die die gleiche Emotionalität und Kraft beinhalten wie die Parole selbst.“

Verschiedene Theorien wurden während des Workshops vorgestellt und auf alltägliche Situationen übertragen.

„Es ist eine Sache, Extremisten zu kritisieren und gegen ihre Politik zu kämpfen“, sagte Tasch. „Aber es ist viel komplizierter deiner eigenen Mutter auf Basis von Tatsachen zu erklären warum bestimmte Stereotypen und Werte komplett falsch sind oder warum die eine oder andere Sache die sie irgendwo gehört hat beleidigend für Leute sein kann.“

Die beiden Filme der Ausstellung „Das braune Chamäleon“ und „Die Kriegerin“ haben verschiedene Formen von Extremismus thematisiert. Neben anderen Dingen, fragen sie warum Leute sich mit undemokratischen und rechtsextremistischen Werten identifizieren.

„Demokratie fällt nicht einfach vom Himmel und ist nicht selbsterklärend“, sagte Gutlinsbergen. „Jeder muss sich dessen bewusst sein. Demokratie muss gut gepflegt und ausgearbeitet werden. Nur dann wird sie stark und widerstandsfähig sein.“

Laut Gutlinsbergen plant die AWO mehr Veranstaltungen über Demokratie. Sie ermutigt Leute dazu Ideen einzureichen.

„Wir sind immer glücklich über eure Ideen“, sagte Gutlinsbergen.

Tasch veranstaltet ebenfalls regelmäßig Workshops zu Themen wie Maßnahmen gegen Diskriminierung, Argumentationstraining und angewandte Methoden der Gleichstellung.

 

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  1. Pingback: Exhibition brings awareness to right-wing extremism | Biz Varız! | We Exist!

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